Standartenübergabe in Ersdorf-Altendorf

Frei­tag, 1. Novem­ber 2019 | All­ge­mei­nes

„Akzeptanz, Überzeugung und Gleichzeitigkeit“

Die Stan­dar­ten­über­ga­be im Diö­ze­san­ver­band Köln setz­te den Schluss­punkt unter das Königs­jahr des Diö­ze­san­kö­nigs­paa­res 2018/19, Hel­ga u. Chris­ti­an Klein aus Altendorf-Ersdorf

Festmesse  und Standartenübergabe

Die Fest­mes­se in der Pfarr­kir­che St. Jako­bus d.Ä. in Ers­dorf mit Diö­ze­san­prä­ses Pfr. Ste­fan Ehr­lich in Kon­ze­le­bra­ti­on mit Prä­ses Dr. Rein­hold Mal­che­rek und Pfr. Alex­an­der Wim­mers­hoff war der fei­er­li­che Auftakt.

Bevor die eigent­li­che Stan­dar­ten­über­ga­be am 03.10.2019 von der St. Sebas­tia­nus Bru­der­schaft Ers­dorf-Alten­dorf zur St. Huber­tus Bru­der­schaft Köln Füh­lin­gen des Diö­ze­san­kö­nigs­paa­res 2019/20, Andre­as Zün­dorf und Yvonne Treml, erfolg­te, the­ma­ti­sier­te Diö­ze­san­bun­des­meis­ter Wolf­gang Kuck den beson­de­ren Tag, den Tag der Deut­schen Einheit.

Die gegen­sei­ti­ge Akzep­tanz und Tole­ranz sei­en Vor­aus­set­zun­gen für eine intak­te Gemein­schaft. Dort, wo aller­dings nega­ti­ve Strö­mun­gen (poli­tisch, gesell­schaft­lich) die Ober­hand zu gewin­nen dro­hen, müs­sen Akzep­tanz und Tole­ranz ihre natür­li­chen Gren­zen aufzeigen.

An die­ser Stel­le zitier­te er einen Absatz aus dem Best­sel­ler des Zen-Mönchs  Hae­min Sunim (auch als „Twit­ter-Mönch“ bekannt) „Die schö­nen Din­ge siehst du nur, wenn du lang­sam gehst“ weil er den Inhalt weg­wei­send für die Schüt­zen betrachtete:

Manch­mal musst du dich mit dei­nen Über­zeu­gun­gen durch­set­zen.
Du kannst es nicht jedem recht machen.
Behal­te dei­ne Mei­nung nicht für dich, nur, weil du fürch­test, jemand könn­te dich kri­ti­sie­ren.
Du wirst dir wahr­schein­lich ein paar Fein­de ein­han­deln, aber vie­le ande­re wer­den dich dafür respek­tie­ren, dass du für dei­ne Über­zeu­gun­gen ein­stehst.“
(Hier ergänz­te W.Kuck : für dei­ne posi­ti­ven Überzeugungen !)

 Und wei­ter : „Wir Schüt­zen müs­sen unse­ren Leit­satz  „ Für Glau­be, Sit­te und Hei­mat“  – lei­der nur all­zu oft als Phra­se gebraucht – über­zeu­gend ver­mit­teln. Es genügt nicht, die­se Wer­te auf einer Stan­dar­te vor sich her zu tra­gen, son­dern man muss sie auch über­zeu­gend leben, vorleben. Das gelingt nicht unbe­dingt allen, weil uns im Zeit­al­ter der Gleich­zei­tig­keit wenig Zeit bleibt, über Wesent­li­ches nachzudenken.

 Unser Diö­ze­san­kö­nigs­paar 2018/19, Hel­ga u. Chris­ti­an Klein, hat in die­sem Jahr mit Sicher­heit Über­zeu­gung und „Gleich­zei­tig­keit“ extrem erlebt und gelebt. Die jun­ge Fami­lie mit Cla­ra, Flo­ri­an und Ben­ja­min sowie die „Groß“familie nicht zu ver­nach­läs­si­gen, gleich­zei­tig den Beruf gewis­sen­haft aus­zu­üben, Ehren­amt und Pro­jekt zu betreu­en und zu for­cie­ren, vie­le Ein­la­dun­gen anzu­neh­men und Besu­che zu absol­vie­ren, sich „in die Pflicht neh­men las­sen“ und den­noch das alles gleich­zei­tig unter einen Hut zu brin­gen, ist eine groß­ar­ti­ge Leis­tung. Das war ein­fach toll ! Die bei­den haben den Diö­ze­san­ver­band oft und ger­ne reprä­sen­tiert und sie haben ganz her­vor­ra­gend eine Brü­cke zwi­schen Jung, Mit­tel­al­ter und Älter geschlagen.“ 

Im Schützenhaus

 Nach der Fest­mes­se traf man sich im bis auf den letz­ten Platz beleg­ten Schüt­zen­haus, wo Bru­der­meis­ter Hen­drik Beer die Gäs­te begrüßte.

Bür­ger­meis­ter Bert Spil­les unter­stütz­te die Wich­tig­keit der Schüt­zen, indem Hel­ga u. Chris­ti­an Klein sich ins Gol­de­ne Buch der Stadt Mecken­heim ein­tra­gen durften. 

Im Anschluss über­nah­men die Schüt­zen wieder:

Ein beson­de­rer Will­kom­mens­gruß galt hier auch den Diö­ze­san-Jugend­ma­jes­tä­ten, Diö­ze­san­prin­zes­sin Lena Froitz­heim, Diö­ze­san­schü­ler­prinz  You­sif Dee­sha und Diö­ze­san­bam­bi­ni­prinz Paul Pro­fit­lich,  die als Dan­ke­schön für ihr Kom­men ein klei­nes Prä­sent erhielten.

Verabschiedung

Bevor Diö­ze­san­bun­des­meis­ter Wolf­gang Kuck Hel­ga Klein als Diö­ze­san­kö­ni­gin 2018/19 end­gül­tig ver­ab­schie­de­te, hat­te er noch eine Über­ra­schung im Gepäck. Als Zei­chen der Aner­ken­nung erhielt Hel­ga Klein die Chris­toph Bern­hard Graf von Galen-Medail­le. Von ihm stammt der Aus­spruch : „Bru­der sein ist mehr“, den Wolf­gang Kuck ergänz­te : “Im DV Köln ist Bru­der und Schwes­ter sein mehr!“ 

Um den Weg ins „nor­ma­le“ Leben zu ver­sü­ßen, erhielt Hel­ga Klein eine gro­ße Schul­tü­te – mit Fotos aus ihrem Diö­ze­san­kö­nigs­jahr beklebt – und Chris­ti­an Klein einen Kalen­der „Kölsch för ze pla­ne“, damit sie mit den Ter­mi­nen in Übung blieben.

Gro­ßer Dank für die Arbeit hin­ter den Kulis­sen galt der Bru­der­schaft Ers­dorf-Alten­dorf mit Bru­der­meis­ter Hen­drik Beer.

Nicht zuletzt hat­te auch Diö­ze­san­jung­schüt­zen­meis­ter Micha­el Dop­pel­feld eine Ehrung mit­ge­bracht. Hel­ga Klein erhielt als ers­te über­haupt den Tho­mas-Köh­ler-Preis (benannt nach dem Diö­ze­san­jung­schüt­zen­meis­ter Tho­mas Köh­ler, der 2018 viel zu früh im Alter von 54 Jah­ren verstarb)

In ihrer Abschieds­re­de zeig­te Diö­ze­san­kö­ni­gin Hel­ga Klein noch­mals auf, wie erleb­nis­reich das ver­gan­ge­ne Jahr für sie und ihren Prinz­ge­mahl war. Getreu ihrem Mot­to wie­der­hol­ten die bei­den eine Ein­stel­lung, die wirk­lich wün­schens­wert ist : “Wir hat­ten vor­her ein Leben, wir haben nach­her ein Leben, dazwi­schen war das Diö­ze­san­kö­nigs­jahr.“ Wobei sie beton­ten, jetzt bestimmt nicht in das vor­aus­ge­sag­te „tie­fe Loch“ zu fal­len; dafür sei ihr Auf­ga­ben­be­reich viel zu vielfältig.

Herzlich willkommen 

Wolf­gang Kuck hieß Andre­as Zün­dorf als Diö­ze­san­kö­nig 2019/20 herz­lich im Kreis der gro­ßen Diö­ze­san-Schüt­zen­fa­mi­lie will­kom­men. In gro­ßer Anzahl waren neben einer star­ken Abord­nung des Diö­ze­san­vor­stan­des, den Ver­tre­tern aus Bezir­ken und Bru­der­schaf­ten auch der Bun­des­kö­nig aus Pader­born und die neu­en Diö­ze­san­ma­jes­tä­ten die­ses Jah­res 2019/20 aus Aachen, Müns­ter, Trier und Essen erschienen.

 Da die Köni­gin Yvonne Treml lei­der beruf­lich ver­hin­dert war, über­gab er statt Blu­men eine Fla­sche Wein mit einem „könig­li­chen Kronkorken“.

Zum Auf­takt ihres Regie­rungs­jah­res aber erhielt S.M. Andre­as Zün­dorf die mitt­ler­wei­le tra­di­tio­nel­le Col­la­ge zur Erin­ne­rung an das Bun­des­fest in Schloss Neu­haus. Zunächst etwas irri­tie­rend brach­te dann Wolf­gang Kuck an, die neue Diö­ze­san­ma­jes­tät sei ja Groß­meis­ter im Tae­kwon­do und habe den schwar­zen Gür­tel. Das hät­te der Bund auch und so über­reich­te er S.M. in form­voll­ende­ter Zere­mo­nie im Namen des Diö­ze­san­ver­ban­des Köln den schwar­zen Gür­tel mit dem Kreuz-Pfeil-Symbol.

Wettkampf der Ex-Majestäten 

Im Rah­men der Stan­dar­ten­über­ga­be mes­sen sich auch die Ex- Diö­ze­san­ma­jes­tä­ten in ihrer Treff­si­cher­heit unter Lei­tung des Diö­ze­san­schieß­meis­ters Kajo Klick. Hier errang Fer­di Loh­mül­ler die Wan­der­ket­te und Wal­ter Honer­bach den Wan­der­po­kal. Toll, dass sich hier 14 Ex-Diö­ze­san­kö­ni­ge in ihrer Diö­ze­san-Schüt­zen­fa­mi­lie tra­fen, wobei die­se Quo­te durch­aus noch stei­ge­rungs­fä­hig ist.

Text/Fotos: CKG