Im Rahmen einer feierlichen Heiligen Messe im Quirinus-Münster in Neuss wurden die Anno-Santo-Kreuze des Heiligen Jahres 2025 an die Romwallfahrer aus Schützenbruderschaften und Bezirksverbänden des Diözesanverbands Köln verliehen. Insgesamt 20 Schützenschwestern und Schützenbrüder erhielten diese besondere Auszeichnung für ihre Teilnahme an einer anerkannten Wallfahrt nach Rom im Heiligen Jahr. Nach den Bestimmungen des BHDS kann das Anno-Santo-Kreuz nur in einem Heiligen Jahr einer Bruderschaft oder einem Bezirksverband bei Teilnahme an einer vom Bund durchgeführten oder bestätigten Romwallfahrt verliehen werden. In der Regel wird es vom ältesten Teilnehmer der jeweiligen Wallfahrt getragen, bleibt aber dauerhaft Eigentum der Bruderschaft beziehungsweise des Bezirksverbandes.
Das gut gefüllte Quirinus-Münster bildete den würdigen Rahmen für die Messfeier, zu der zahlreiche Schützenschwestern und Schützenbrüder aus dem gesamten Erzbistum zusammengekommen waren. Geplant und veranstaltet wurde die Zusammenkunft von den Diözesanverantwortlichen des Diözesanverbands Köln sowie dem Vorstand des Bezirksverbands Neuss.
Als Hausherr begrüßte Oberpfarrer Andreas Süß unter anderem den Diözesankönig 2025 Michael Monschau, den Diözesanbundesmeister Walter Honerbach sowie den Diözesanpräses Stefan Ehrlich, der als Hauptzelebrant der Messe vorstand.
Eine besondere Begrüßung galt Bundesschützenmeister Robert Hoppe, dem ranghöchsten Repräsentanten des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Dieser nahm im Namen des Bundesverbandes die Verleihung der Anno-Santo-Kreuze nach deren Segnung durch Diözesanpräses Stefan Ehrlich vor. Als Konzelebrant wirkte der Düsseldorfer Bezirkspräses Stefan Wißkirchen mit, unterstützt von Diakon Ulrich Wachter, Präses der St.-Matthäus-Bruderschaft Düsseldorf. Ein besonderer Dank galt den zahlreichen Standarten- und Fahnenträgern, deren Banner die Verbundenheit der Bruderschaften im Erzbistum Köln sichtbar machten.
In seiner Predigt vor der Verleihung hob Pfarrer Süß die besondere Bedeutung der Romwallfahrt hervor. Eine Pilgerreise zu den Gräbern der Apostel und zum Nachfolger des heiligen Petrus sei für viele Schützen ein außergewöhnlicher geistlicher Höhepunkt. In Rom werde die Weltkirche in ihrer Vielfalt und lebendigen Tradition erfahrbar; viele Altäre der großen Kirchen stünden über den Gräbern der ersten Glaubenszeugen.
Das Heilige Jahr stand unter dem Leitwort „Pilger der Hoffnung“. Doch „Pilger der Hoffnung“ zu sein, bedeutet mehr, als eine Reise zu unternehmen. Es bedeutet, mit einem hoffenden Herzen zu leben. Es bedeutet, Licht zu sein in einer Zeit, die oft von Unsicherheit, Sorgen und Orientierungslosigkeit geprägt ist.
Mit der Verleihung der Anno-Santo-Kreuze wird das Engagement der Romwallfahrer gewürdigt und die geistliche Verbundenheit der Schützen mit der Weltkirche sichtbar unterstrichen. Im Anschluss an den Gottesdienst klang die Feier mit einem Empfang im Kardinal-Frings-Haus für die ca. 200 Teilnehmer mit einem kleinen Imbiss und guten Gesprächen aus.

