Don­ners­tag, 19. März 2026 | All­ge­mei­nes

Im Rah­men einer fei­er­li­chen Hei­li­gen Mes­se im Qui­ri­nus-Müns­ter in Neuss wur­den die Anno-San­to-Kreu­ze des Hei­li­gen Jah­res 2025 an die Rom­wall­fah­rer aus Schüt­zen­bru­der­schaf­ten und Bezirks­ver­bän­den des Diö­ze­san­ver­bands Köln ver­lie­hen. Ins­ge­samt 20 Schüt­zen­schwes­tern und Schüt­zen­brü­der erhiel­ten die­se beson­de­re Aus­zeich­nung für ihre Teil­nah­me an einer aner­kann­ten Wall­fahrt nach Rom im Hei­li­gen Jahr. Nach den Bestim­mun­gen des BHDS kann das Anno-San­to-Kreuz nur in einem Hei­li­gen Jahr einer Bru­der­schaft oder einem Bezirks­ver­band bei Teil­nah­me an einer vom Bund durch­ge­führ­ten oder bestä­tig­ten Rom­wall­fahrt ver­lie­hen wer­den. In der Regel wird es vom ältes­ten Teil­neh­mer der jewei­li­gen Wall­fahrt getra­gen, bleibt aber dau­er­haft Eigen­tum der Bru­der­schaft bezie­hungs­wei­se des Bezirksverbandes.

Das gut gefüll­te Qui­ri­nus-Müns­ter bil­de­te den wür­di­gen Rah­men für die Mess­fei­er, zu der zahl­rei­che Schüt­zen­schwes­tern und Schüt­zen­brü­der aus dem gesam­ten Erz­bis­tum zusam­men­ge­kom­men waren. Geplant und ver­an­stal­tet wur­de die Zusam­men­kunft von den Diö­ze­san­ver­ant­wort­li­chen des Diö­ze­san­ver­bands Köln sowie dem Vor­stand des Bezirks­ver­bands Neuss.

Als Haus­herr begrüß­te Ober­pfar­rer Andre­as Süß unter ande­rem den Diö­ze­san­kö­nig 2025 Micha­el Mon­schau, den Diö­ze­san­bun­des­meis­ter Wal­ter Honer­bach sowie den Diö­ze­san­prä­ses Ste­fan Ehr­lich, der als Haupt­ze­le­brant der Mes­se vorstand.

Eine beson­de­re Begrü­ßung galt Bun­des­schüt­zen­meis­ter Robert Hop­pe, dem rang­höchs­ten Reprä­sen­tan­ten des Bun­des der His­to­ri­schen Deut­schen Schüt­zen­bru­der­schaf­ten. Die­ser nahm im Namen des Bun­des­ver­ban­des die Ver­lei­hung der Anno-San­to-Kreu­ze nach deren Seg­nung durch Diö­ze­san­prä­ses Ste­fan Ehr­lich vor. Als Kon­ze­le­brant wirk­te der Düs­sel­dor­fer Bezirks­prä­ses Ste­fan Wiß­kir­chen mit, unter­stützt von Dia­kon Ulrich Wach­ter, Prä­ses der St.-Matthäus-Bruderschaft Düs­sel­dorf. Ein beson­de­rer Dank galt den zahl­rei­chen Stan­dar­ten- und Fah­nen­trä­gern, deren Ban­ner die Ver­bun­den­heit der Bru­der­schaf­ten im Erz­bis­tum Köln sicht­bar machten.

In sei­ner Pre­digt vor der Ver­lei­hung hob Pfar­rer Süß die beson­de­re Bedeu­tung der Rom­wall­fahrt her­vor. Eine Pil­ger­rei­se zu den Grä­bern der Apos­tel und zum Nach­fol­ger des hei­li­gen Petrus sei für vie­le Schüt­zen ein außer­ge­wöhn­li­cher geist­li­cher Höhe­punkt. In Rom wer­de die Welt­kir­che in ihrer Viel­falt und leben­di­gen Tra­di­ti­on erfahr­bar; vie­le Altä­re der gro­ßen Kir­chen stün­den über den Grä­bern der ers­ten Glaubenszeugen.

Das Hei­li­ge Jahr stand unter dem Leit­wort „Pil­ger der Hoff­nung“. Doch „Pil­ger der Hoff­nung“ zu sein, bedeu­tet mehr, als eine Rei­se zu unter­neh­men. Es bedeu­tet, mit einem hof­fen­den Her­zen zu leben. Es bedeu­tet, Licht zu sein in einer Zeit, die oft von Unsi­cher­heit, Sor­gen und Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit geprägt ist.

Mit der Ver­lei­hung der Anno-San­to-Kreu­ze wird das Enga­ge­ment der Rom­wall­fah­rer gewür­digt und die geist­li­che Ver­bun­den­heit der Schüt­zen mit der Welt­kir­che sicht­bar unter­stri­chen. Im Anschluss an den Got­tes­dienst klang die Fei­er mit einem Emp­fang im Kar­di­nal-Frings-Haus für die ca. 200 Teil­neh­mer mit einem klei­nen Imbiss und guten Gesprä­chen aus.