Sankt Sebastianus Schützenverein Derendorf 1655 e. V. stärkt Präventionsarbeit strukturell und nachhaltig

Sonntag, 12. April 2026

Berichts-Kategorie: Bruderschaften
Bruderschaft: St. Sebastianus Schützenverein Derendorf 1655 e. V.
eingesendet von: Lutz Hullermann

Der Sankt Sebas­tia­nus Schüt­zen­ver­ein Deren­dorf 1655 e. V. rich­tet sei­ne Prä­ven­ti­ons­ar­beit neu aus und schreibt sei­ne Maß­nah­men zum Schutz vor sexua­li­sier­ter Gewalt wei­ter fort. Dabei ste­hen eine Anpas­sung bestehen­der Struk­tu­ren sowie eine stär­ke­re Klä­rung von Ver­ant­wor­tungs­be­rei­chen im Mittelpunkt.

In einem ein­füh­ren­den Vor­trag infor­mier­te Schüt­zen­bru­der Lutz Hul­ler­mann (Gesell­schaft 1. Jäger 1875) den Bei­rat – ein Gre­mi­um des Regi­ments­vor­stan­des mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der ange­schlos­se­nen Gesell­schaf­ten – über grund­le­gen­de Aspek­te der Prä­ven­ti­on gegen sexua­li­sier­te Gewalt in ihren ver­schie­de­nen Erschei­nungs­for­men. Neben recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen ging es dabei vor allem um Fra­gen der Sen­si­bi­li­sie­rung, der Wahr­neh­mung mög­li­cher Risi­ken sowie um Hand­lungs­mög­lich­kei­ten im Umgang mit ent­spre­chen­den Situa­tio­nen. Ziel wird es sein, ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis dafür zu för­dern, Prä­ven­ti­on als eine dau­er­haf­te Auf­ga­be inner­halb von Vor­stand und Mit­glie­dern zu begreifen.

Vor­ge­stellt wur­de zudem ein über­grei­fend ange­leg­tes Prä­ven­ti­ons­kon­zept, das als Ori­en­tie­rung für den gesam­ten Ver­ein die­nen soll. Es umfasst unter ande­rem Über­le­gun­gen zu Zustän­dig­kei­ten und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­gen, mög­li­che Ver­hal­tens­leit­li­ni­en für Funk­ti-ons­trä­ge­rin­nen und Funk­ti­ons­trä­ger, Ange­bo­te zur Infor­ma­ti­on und Schu­lung sowie Über-legun­gen zu Vor­ge­hens­wei­sen in Ver­dachts- oder Beschwer­de­fäl­len. Die regel­mä­ßi­ge Über­prü­fung und Wei­ter­ent­wick­lung der Maß­nah­men soll noch wei­ter inten­si­viert werden.

Zur orga­ni­sa­to­ri­schen Ein­bin­dung der Prä­ven­ti­ons­ar­beit ist vor­ge­se­hen, inner­halb der Ver­eins­struk­tu­ren ein Koor­di­nie­rungs- und Orga­ni­sa­ti­ons­ele­ment zu eta­blie­ren. Die­ses soll aus meh­re­ren Mit­glie­dern des erwei­ter­ten Regi­ments­vor­stan­des bestehen und mit einer Kom­mis­si­on zusam­men­ar­bei­ten, in der Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der ver­schie­de­nen Ver­eins­gre­mi­en sowie der Kom­pa­nien und Gesell­schaf­ten ein­ge­bun­den sind. In die­sem Zusam­men­hang ist auch die Ein­rich­tung eines Aus­tausch­gre­mi­ums vor­ge­se­hen, das per­spek­ti­visch als ein „Deren­dor­fer Run­der Tisch der Prä­ven­ti­on“ wir­ken könn­te. Ergän­zend könn­ten in den ein­zel­nen Kom­pa­nien und Gesell­schaf­ten Ansprech­per­so­nen für Prä­ven­ti­ons­fra­gen benannt werden.

Der 1te Regi­ments­chef Dirk Schur­se beton­te abschlie­ßend: „[…] es han­de­le sich nicht nur um orga­ni­sa­to­ri­sche Anpas­sun­gen, son­dern um ein kla­res Bekennt­nis zu Ver­ant­wor­tung und Für­sor­ge. Prä­ven­ti­on sei eine dau­er­haf­te Füh­rungs­auf­ga­be, die Hal­tung, Trans-parenz und Ver­läss­lich­keit ver­lan­ge […].“ Mit der wei­te­ren Ver­an­ke­rung ent­spre­chen­der Struk­tu­ren beab­sich­tigt der Ver­ein ein Zei­chen zu set­zen, dass der Schutz aller Mit­glie­der – ins­be­son­de­re jun­ger Men­schen und schutz­be­dürf­ti­ger Erwach­se­ner – ein wich­ti­ges Anlie­gen bleibt und auch künf­tig in voll­um­fas­sen­der Auf­merk­sam­keit beglei­tet wer­den soll.