Der Sebastianusball im großes Saal des Maritim Hotels in Königswinter bildet traditionell den Abschluss der Feierlichkeiten zum Patrozinium der Bruderschaft im Januar. Regelmäßig bietet er auch die Bühne für die Auszeichnung verdienter Mitglieder.
Die erste Auszeichnung des Abends ging in diesem Jahr zu vorgerückter Stunde an den 2. Fähnrich der Bruderschaft, Matthias Grütgen. Er erhielt von Bezirksbundesmeister Ulrich Berres, der die Auszeichnung für den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) verlieh, den Fahnenschwenker-Verdienstorden in Bronze. Frank Dohr, ein enger Freund des Geehrten, bezeichnete Grütgen in seiner Laudatio als geselliges Unikum, der die Gabe besitze, mit allen Menschen gut auszukommen, allerdings auch nicht NEIN sagen könne. Ein handwerklich hochbegabter Mann, seit 1992 Mitglied der Bruderschaft und ein nicht wegzudenkender fester Bestandteil der Gemeinschaft, der aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten in der Metallverarbeitung wertschätzend nur „Blech“ oder „Blech Mattes“ genannt wird. Als Schwenkfähnrich ist er nicht nur bei Umzügen und Festen aktiv, sondern kümmert sich auch um die Ausbildung des Fähnrich Nachwuchses.
Eine weitere Ehrung erfuhr Peter Wirtz, in Königswinter kein Unbekannter, war er doch 20 Jahre lang Bürgermeister dieser Stadt. Er wurde mit dem St. Sebastianus Ehrenkreuz ausgezeichnet, nachdem Rolf Bott in seiner Laudatio den Lebensweg des zu Ehrenden in der Bruderschaft näher beleuchtet hatte: In jungen Jahren bereits im Vorstand der Junggesellen Schützenbruderschaft aktiv, u.a. als Brudermeister, dann Wechsel in den Vorstand der Männer Bruderschaft, dem er 35 Jahre angehörte, errang er 2012 die Königswürde und im darauf folgenden Jahr die Bezirkskönigswürde. Er war und ist Mitglied der Schießkommission und nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand im vergangenen Jahr, wurde er zum Mitglied des Bruderschaftsrates bestellt. 1984 erhielt er das Silberne Verdienstkreuz und 1999 den Hohen Bruderschaftsorden des BHDS.
Mit den Worten „Aller guten Dinge sind drei“ leitete sodann Brudermeister Walter Faßbender, der im Übrigen als Conférencier durch das Programm des Abends führte, seine Laudatio ein, die dem bereits auf der Bühne befindlichen und völlig überraschten Bezirksbundesmeister Ulrich Berres galt.
Er charakterisierte ihn als altgedienten, sehr zuverlässigen und erfahrenen Schützenbruder, der sich über die Jahrzehnte in vielfältiger Weise für das Schützenwesen engagiert hat. Sei es als langjähriger Damenoffizier für den Hofstaat der Schützenkönigin oder als Mann für die Presse. Dabei wurde er erst kürzlich zum Oberst und damit ranghöchstem Offizier des Chargierten-Corps gewählt. Auch auf höheren Verbandsebenen ist der Geehrte seit Jahren unterwegs und aktiv. Als Bezirksbundesmeister des Bezirksverbands Siebengebirge im BHDS oder als Diözesanpressereferent im Diözesanvorstand Köln. Nicht vergessen werden sollte an dieser Stelle, so Faßbender, seine Aufnahme in die Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa. Die Auszeichnung, ebenfalls das St. Sebastianus Ehrenkreuz, überreichte der stellvertretende Bezirksbundesmeister Ralf Püllen gemeinsam mit Bezirkspräses Markus Hoitz.
Zuvor jedoch fand die Gratulationscour statt, bei der befreundete Bruderschaften und Ortsvereine dem amtierenden Königspaar Roland Krumscheid und Marion Kock, ihre Glückwünsche zum Patronatsfest überbringen. Traditionell eröffnet diesen Reigen das Stadtoberhaupt. Dies war in diesem Jahr das Debüt für die neu gewählte Bürgermeisterin Heike Jüngling. Zu vorgerückter Stunde sorgten dann die Powerhexen für karnevalistische Stimmung, unterstützt von Mitgliedern des Festkomitees Altstadt Karneval und dem Präsidenten der Großen Königswinterer Karnevalsgesellschaft, Guido Hoffmann.
