Gut und richtig Schießen will gelernt sein! Dass für Traditionsschützen neben dem Wertekanon „Glaube, Sitte, Heimat“ auch solche Fachbegriffe wie „Äußerer Stand, Visierlinie und Trefferlage“ von Bedeutung sind, konnten 13 Schützenschwestern und ‑Brüder der Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft 1736 in Liblar im März unter kompetenter Anleitung in Erfahrung bringen.
Beim herrlichen Frühlingswetter investierten sie gerne ihren freien Tag in eine Fortbildung und lernten über Materialkunde, Atem- und Schießtechnik und Schießsicherheit. Die Erkenntnis, dass auch Workshopteilnehmende mit 40 Jahren Schießerfahrung immer noch Neues zum Umgang mit dem Luftgewehr erlernen konnten, sorgte für Staunen. Kein Wunder, denn sowohl die „Feuereisen“ (was auf Luftgewehre nur symbolisch zutrifft) als auch Wettkampfregelungen werden mit der Zeit weiterentwickelt.
Zu berücksichtigen sind auch moderne Erkenntnisse über die Physiologie und Psychologie der Schützinnen und Schützen sowie die Methoden des zielgruppenorientierten Erwachsenenunterrichts. Der als Kombination aus theoretischem Unterricht und praktischer Übung gestaltete Workshop endete mit einem herausfordernden Wettkampf, bei dem Michaela Prevoo und Frank Habeth als Siegerpaar die besten Ergebnisse erzielt haben.
