Ein Reisebericht von Andreas Kellermann
Alle Wege führen nach Rom! Anfang Oktober machten sich 25 Mitglieder unserer Lintorfer Bruderschaft, darunter unser Präses, auf den Weg in die Ewige Stadt. Acht Tage voller Geschichte, Kultur, Gemeinschaft und italienischer Überraschungen erwarteten uns.
Organisator Achim Schultz hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Unsere Stadtführerin Kerstin, aufgewachsen in Ratingen, brachte uns die römische Geschichte mit viel Wissen und Humor näher. Nach dem Besuch der Basilika San Paolo und der alten Stadtmauer feierten wir in Frascati bei Wein, gutem Essen und Operngesang einen gelungenen Auftakt.
Am nächsten Tag folgten Spanische Treppe, Trevi-Brunnen, Piazza Navona und Pantheon mit seiner beeindruckenden Betonkuppel. Ein Höhepunkt war die Generalaudienz bei Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz. Danach führte die „Trümmersafari“ durch Forum Romanum, Kaiserpaläste und Kolosseum. Auch die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle beeindruckten uns.
Dass italienische Gelassenheit manchmal Geduld verlangt, bewiesen verspätete Taxen. Unser Gottesdienst in San Sebastiano musste deshalb gestrafft werden – selbst die Fürbitten fielen dem Zeitplan zum Opfer. Anschließend erkundeten wir die Katakomben, die Lateranbasilika und Santa Maria Maggiore mit dem schlichten Grab von Papst Franziskus.
Nachdenklich stimmte der Besuch des ehemaligen jüdischen Ghettos. Natürlich kam die Geselligkeit nicht zu kurz. Bei Pasta, Wein und gemeinsamen Abendessen wurde viel gelacht. Einmal feierten wir Geburtstag, obwohl niemand Geburtstag hatte. Der Wirt spendierte Grappa – italienische Gastfreundschaft eben! Am letzten Tag besichtigten wir Ostia Antica und genossen ein Fischessen am Meer.
Unsere Bilanz: über 80 Kilometer zu Fuß! Angesichts römischer Gehwege und halsbrecherischer Treppen eine bemerkenswerte Leistung.
Die schönste Pointe lieferte Iggi, der Fahnenträger unserer Bruderschaft, auf dem Rückflug. Kaum eine Stunde in der Luft, fragte er sehnsüchtig: „Wann sind wir endlich dahaaa?“ Für ihn ist Lintorf schließlich der Mittelpunkt der Welt – Ratingen schon eine Fernreise und Düsseldorf gefühlt Ausland. Unvergesslich bleibt vor allem unsere wunderbare Gemeinschaft. Ein großes Dankeschön an alle Mitreisenden! Fazit: Alle Wege führen nach Rom – aber der wichtigste führt zurück nach Lintorf!
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