Zwischen Papst, Trümmersafari und einem Glas Wein

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Berichts-Kategorie: Bruderschaften

Bruderschaft: St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf 1464 e.V.

eingesendet von: Andreas Kellersmann

Ein Rei­se­be­richt von Andre­as Kellermann

Alle Wege füh­ren nach Rom! Anfang Okto­ber mach­ten sich 25 Mit­glie­der unse­rer Lin­tor­fer Bru­der­schaft, dar­un­ter unser Prä­ses, auf den Weg in die Ewi­ge Stadt. Acht Tage vol­ler Geschich­te, Kul­tur, Gemein­schaft und ita­lie­ni­scher Über­ra­schun­gen erwar­te­ten uns. 

Orga­ni­sa­tor Achim Schultz hat­te ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm zusam­men­ge­stellt. Unse­re Stadt­füh­re­rin Kers­tin, auf­ge­wach­sen in Ratin­gen, brach­te uns die römi­sche Geschich­te mit viel Wis­sen und Humor näher. Nach dem Besuch der Basi­li­ka San Pao­lo und der alten Stadt­mau­er fei­er­ten wir in Fras­ca­ti bei Wein, gutem Essen und Opern­ge­sang einen gelun­ge­nen Auftakt. 

Am nächs­ten Tag folg­ten Spa­ni­sche Trep­pe, Tre­vi-Brun­nen, Piaz­za Navo­na und Pan­the­on mit sei­ner beein­dru­cken­den Beton­kup­pel. Ein Höhe­punkt war die Gene­ral­au­di­enz bei Papst Leo XIV. auf dem Peters­platz. Danach führ­te die „Trüm­mer­sa­fa­ri“ durch Forum Roma­n­um, Kai­ser­pa­läs­te und Kolos­se­um. Auch die Vati­ka­ni­schen Muse­en mit der Six­ti­ni­schen Kapel­le beein­druck­ten uns. 

Dass ita­lie­ni­sche Gelas­sen­heit manch­mal Geduld ver­langt, bewie­sen ver­spä­te­te Taxen. Unser Got­tes­dienst in San Sebas­tia­no muss­te des­halb gestrafft wer­den – selbst die Für­bit­ten fie­len dem Zeit­plan zum Opfer. Anschlie­ßend erkun­de­ten wir die Kata­kom­ben, die Late­ran­ba­si­li­ka und San­ta Maria Mag­gio­re mit dem schlich­ten Grab von Papst Franziskus. 

Nach­denk­lich stimm­te der Besuch des ehe­ma­li­gen jüdi­schen Ghet­tos. Natür­lich kam die Gesel­lig­keit nicht zu kurz. Bei Pas­ta, Wein und gemein­sa­men Abend­essen wur­de viel gelacht. Ein­mal fei­er­ten wir Geburts­tag, obwohl nie­mand Geburts­tag hat­te. Der Wirt spen­dier­te Grap­pa – ita­lie­ni­sche Gast­freund­schaft eben! Am letz­ten Tag besich­tig­ten wir Ostia Anti­ca und genos­sen ein Fisch­essen am Meer. 

Unse­re Bilanz: über 80 Kilo­me­ter zu Fuß! Ange­sichts römi­scher Geh­we­ge und hals­bre­che­ri­scher Trep­pen eine bemer­kens­wer­te Leistung. 

Die schöns­te Poin­te lie­fer­te Iggi, der Fah­nen­trä­ger unse­rer Bru­der­schaft, auf dem Rück­flug. Kaum eine Stun­de in der Luft, frag­te er sehn­süch­tig: „Wann sind wir end­lich dahaaa?“ Für ihn ist Lin­torf schließ­lich der Mit­tel­punkt der Welt – Ratin­gen schon eine Fern­rei­se und Düs­sel­dorf gefühlt Aus­land. Unver­gess­lich bleibt vor allem unse­re wun­der­ba­re Gemein­schaft. Ein gro­ßes Dan­ke­schön an alle Mit­rei­sen­den! Fazit: Alle Wege füh­ren nach Rom – aber der wich­tigs­te führt zurück nach Lintorf!

Unter die­sem Link fin­den Sie den aus­führ­li­chen Rei­se­be­richt als PDF-Datei. Hier down­loa­den