Das Bezirksjugendschützenfest, ausgerichtet von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Liblar 1736 e. V., wurde zu einem Generationenevent: Im Liblarer Vereinshaus versammelten sich große und kleine Schützinnen und Schützen aus den neun Bruderschaften des Bezirksverbandes Erftstadt.
Der Festsaal war voll, denn Jungschützen sorgten ordentlich für Spannung: Mit drei Top-Ergebnissen konnte nur anhand von Teilern ermittelt werden, wer nun auf den begehrten ersten Platz als Schülerprinz aufsteigen würde. Mag es für die Zweit- und Drittplatzierte eine enttäuschende Erkenntnis gewesen sein, dass 30 Ringe nicht immer einen Sieg bedeuten, wurde der knappe Ausgang für alle doch zu einer neuen Lebenserfahrung.
Als Sieger des Jungschützenfestes stiegen Rouven Heiden (Bezirksbambiniprinz), Miriam Berg (Bezirksschülerprinz) und Jonas Flohr (Bezirksprinz) auf das Podest und ließen sich die Prinzenketten von dem Bezirkspräses Jürgen Arnolds anlegen. Zugegeben, ihre Vorgängerinnen und Vorgänger schauten etwas betrübt, als ihre Ketten zu den neuen Majestäten wanderten. Giuseppe Scolaro, Bezirksjungschützenmeister aus dem Ausrichterverein, überreichte die Siegerurkunden an die strahlenden Gewinner.
Spontan entschied der Liblarer Ausrichterverein, auch die älteren Teilnehmenden einzubeziehen und organisierte kurzerhand zwei Preisgeld-Vogelschießen mit dem Kleinkalibergewehr, wobei der zweite improvisierte „Vogel“ eher in Gestalt eines Frosches auftrat. Da kam auch gleich Magie ins Spiel: Die beiden „Tiere“ wurden wiederum von Jungschützen und mit dem 70. bzw. mit dem 100. Schuss „erlegt“.
